Abriss der Häuser in der Lübecker und Dessauer Straße

Am 22. und 29. August müssen die Menschen, die in den Häusern Lübecker Straße 5 bis 7 und Dessauer Straße 5 bis 9 leben, in die Quellenstraße umziehen. Hier wurde eine neue Unterkunft errichtet. Die Häuser in der Lübecker Straße und der Dessauer Straße werden abgerissen. Der Umzug bedeutet für viele eine extreme Herausforderung, zumal sie in der Quellenstraße nicht in Häusern, sondern Systembauten unterkommen und hier deutlich weniger Platz und Privatsphäre haben. Einige Mitglieder des Freundeskreises hatten sich Anfang des Jahres mit einem Protestbrief an die SWSG gewandt, um den Abriss der Häuser zu verhindern. Wir sind der Überzeugung, dass die Häuser nicht abruchreif sind, sondern dass es sich um preisgünstigen Wohnraum handelt, der dringend erhalten werden muss.

Es ist es extrem schwer für geflüchtete Menschen in Stuttgart eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Als städtisches Wohnungsunternehmen ist es vorrangige Aufgabe der SWSG preisgünstigen Wohnraum zu erhalten, anstatt ihn durch teurere Neubauten zu ersetzen. Nach unseren Informationen liegen die Kaltmieten der wenigen neuen Sozialwohnungen, die hier neu gebaut werden sollen bei 7,21 bis 7,50 Euro und die Kaltmieten der frei finanzierten Wohnungen bei 11 Euro. Damit liegt das Mietniveau weit über dem Niveau der Altbauten und ist für Flüchtlinge und den Großteil der Wohnungssuchenden unbezahlbar.

Wir können auch nicht nachvollziehen, dass die SWSG die Abrisskosten aus den Fördermitteln der „Sozialen Stadt“ finanziert bekommt.