Der Bad Cannstatter Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler hat vorgeschlagen, dass sich die Mitglieder des Freundeskreises Hallschlag dem neu gegründeten Freundeskreis Quellenstraße anschließen. Einige Mitglieder des Freundeskreises Hallschlag haben diesem Vorschlag bei einem Treffen im Cannstatter Rathaus zugestimmt. Aktuell werden daher die Mailverteiler der Freundeskreise zusammengeführt. Wer in dem neu gegründeten Freundeskreis Quellenstraße aktiv werden will, findet hier weitere Informationen: www.freundeskreisquellenstrasse.de

Fortbildungangebote der VHS Stuttgart

Die Volkshochschule Stuttgart bietet im Herbstsemester 2016 Fortbildungen für alle an, die mit geflüchteten Menschen arbeiten. Die Angebote werden von der frEE-Akademie und teilweise von der Landeszentrale für Politische Bildung unterstützt und sind deshalb gebührenfrei. Diese und weitere Fortbildungsangebote finden Sie hier: http://www.vhs-stuttgart.de/fileadmin/vhs_downloads/2016_2/Flyer/frEE_Broschuere_fuer_Herbst_Winter_2016_2017.pdf

Sie können sich telefonisch, per E-Mail oder persönlich anmelden:

Persönlich: TREFFPUNKT Rotebühlplatz, Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart
per Telefon: 0711/1873-800
per Mail: baerbel.schindler[at]vhs-stuttgart.de

Informationsveranstaltung zu Asylverfahren

Die Initiative ArrivalAid bietet am 10. Oktober 2016 von 18 bis 20 Uhr eine kostenlose Informationsveranstaltung für alle an, die geflüchtete Menschen bei Asylverfahren begleiten. Die Informationsveranstaltung soll einen ersten Überblick über das Asylverfahren vermitteln. Im Mittelpunkt steht dabei die Vorbereitung auf und die Begleitung zur Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), da dieser Termin entscheidend für den Ausgang des Asylverfahrens ist.

Die Veranstaltung findet im WeltHaus Stuttgart e.V. statt (Globales Klassenzimmer, Eingang 5, über den Innenhof). Die Teilnehmerzahl ist auf 40 begrenzt, bitte melden Sie sich vor dem Besuch der Veranstaltung hier an.

ArrivalAid ist eine Initiative zur Unterstützung von Flüchtlingen im Asylverfahren. Geschulte Ehrenamtliche bereiten hier geflüchtete Menschen auf den Anhörungstermin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vor und begleiten sie. Daneben unterstützt ArrivalAid Helfer(kreise) mit Fortbildungen und Einzelfallberatungen. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie unter www.arrivalaid.org

Alles in einen Topf – die Stuttgarter Zeitung über den Umzug in die Quellenstraße

Heute hat die Stuttgarter Zeitung über den Umzug der ehemaligen Bewohner_innen der Lübecker und Dessauer Straße in die Quellenstraße berichtet. Sie müssen die Wohnungen im Hallschlag verlassen, weil sie im Auftrag der SWSG – unterstützt mit Geldern aus dem Programm Soziale Stadt – abgerissen werden sollen. In dem Artikel wird nicht nur über den Umzug aus den Wohnungen in der Lübecker und Dessauer Straße in die Systembauten in der Quellenstraße berichtet, sondern auch über Umzüge aus Erstaufnahmeeinrichtungen in so genannte Anschlussunterbringungen. Dabei geht es um etwas völlig anderes als bei der Umsiedlung im Hallschlag: Die Wohnungen in der Lübecker und Dessauer Straße waren nicht Teil einer Erstaufnahmeeinrichtung, in der geflüchtete Menschen vorläufig untergebracht werden, sondern dienten als Anschlussunterbringung für Menschen, über deren Asylantrag bzw. Folgeantrag bereits entschieden worden ist, denen ein Aufnahmetitel erteilt wurde, oder die bereits zwei Jahre in einer Gemeinschaftsunterkunft – also in einer Erstaufnahmeeinrichtung – verbracht haben. Es geht also um Menschen, denen es nicht möglich war, eigenständig eine Wohnung zu finden und für die Städte und Gemeinden verpflichtet sind, eine Anschlussunterbringung anzubieten. Entsprechend haben die Menschen begonnen, sich in der Lübecker und Dessauer Straße einzurichten bzw. versucht von hier aus eigene Wohnungen zu finden.

Es ist richtig, dass ein Abriss der Häuser in der Lübecker und Dessauer Straße von Anfang an im Raum stand. Aufgrund fehlender Wohnungen für Menschen mit wenig Einkommen – siehe hierzu auch die Stadt Stuttgart unter: https://www.stuttgart.de/wohnen-in-stuttgart – und der Tatsache, dass es sich bei der SWSG um eine kommunale Städte- und Wohnungsbaugesellschaft handelt, die sich selbst die Aufgabe zuschreibt lebenswerten und preisgünstigen Wohnraum zu schaffen (siehe: http://www.swsg.de/swsg/auftragnehmer.html), war aber nicht zwangsläufig auszuschließen, dass die SWSG die Wohnungen doch erhält. Da die SWSG jedoch an ihren Abrissplänen festhält, müssen nun alle Wohnungen leer geräumt werden. Der Bericht der Stuttgarter Zeitung und auch der dazu verfasste Kommentar gehen zwar kurz darauf ein, dass die Menschen jetzt aus einem Wohngebiet in ein Gewerbegebiet umgesiedelt werden, zeigen aber nicht wirklich auf, was das für die Menschen bedeutet.

Die Menschen, die jetzt ihre Wohnungen in der Lübecker und Dessauer Straße verlassen müssen, verlieren persönlichen Wohnraum, in dem sie begonnen haben, sich einzurichten. Weil sie in den Systembauten in der Quellenstraße deutlich weniger Platz haben werden, müssen sie sich von Dingen trennen, mit denen sie angefangen haben, sich hier ein neues Leben aufzubauen, nachdem sie in den Ländern, aus denen sie geflüchtet sind, alles verloren haben. Sie werden ab jetzt in einem Gewerbegebiet leben und haben dort keine direkten Nachbarn mehr. Die Schulen, die die Kinder besuchen, sind schlechter erreichbar, die Freizeitangebote, die sie im Mauga Nescht und im Jugendhaus Hallschlag genutzt haben, der FC Stuttgart, bei dem einige Kinder angefangen haben Fußball zu spielen, und besonders der Aktivspielplatz Dracheninsel direkt neben den Wohnungen in der Dessauer Straße, in dem viele der Kinder ein und aus gegangen sind, sind viel schlechter – für jüngere Kinder sicher gar nicht mehr – erreichbar.

Viele der Menschen, die in der Lübecker und Dessauer Straße gewohnt haben, waren aktiv auf Wohnungssuche, aber es sind nur wenige, denen es tatsächlich gelingt, etwas Eigenes zu finden. Enstprechend schreibt Pro Asyl: „Gerade angesichts der allgemeinen Diskriminierung von Migrant/innen auf dem Wohnungsmarkt (vgl. Kilic 2010) haben Flüchtlinge, […] bei der Wohnungssuche ohne besondere Unterstützung kaum eine Chance.“ (online unter: https://www.proasyl.de/wp-content/uploads/2014/09/Laendervergleich_Unterbringung_2014-09-23_02.pdf, S. 69)

Laut der Mieterinitiative Hallschlag wäre es möglich die Häuser in der Lübecker und Dessauer Straße zu sanieren und hier günstigen Wohnraum zu erhalten. Wenn die Familien, die jetzt in Systembauten in der Quellenstraße untergebracht werden, hier als reguläre Mieter und Mieterinnen hätten unterkommen können, wäre das für sie sicher ein großer und wichtiger Schritt gewesen, um in dieser Stadt wirklich ankommen zu können. Jetzt werden sie zurückgeworfen und fangen wieder von vorne an.

22. August 2016: Protestaktion gegen Abriss

Die Mieter- und Bürgerinitiative Hallschlag ruft anlässlich des Zwangsumzugs der Menschen, die bisher in der Lübecker und Dessauer Straße untergekommen sind, zu einer Protestaktion auf. Am Montag, 22. August 2016, will die Initiative ab 8.00 Uhr an der Ecke Rostocker/Dessauer Straße ein Zeichen gegen den Abrisswahn setzen und Widerstand gegen weitere Abrisse aufbauen. Die Initiative fordert von der SWSG

* ein Nein zur Zwangsumquartierung der Flüchtlinge in die Quellenstraße
* ein Bleiberecht für Flüchtlinge und Altmieter
* eine sofortige Vermietung der leerstehenden Wohnungen
* Durchführung nötiger Instandhaltungsmaßnahmen (z.B. Anstrich der Fassade)
* bezahlbaren Wohnraum zu erhalten statt ihn abzureißen.

Die Initative schreibt in ihrem Protestaufruf: Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) gehört der Stuttgarter Bevölkerung und muss in ihrem Interesse handeln. Vor über einem halben Jahr hat die SWSG die Häuser Lübecker Str. 2 bis 10 abgerissen. Bis heute ist dort eine Brache. Nun soll der Abriss der Häuser Lübecker Str. 5, 7, 9, Dessauer Str. 1, 5, 9 folgen. Mit dem Abriss der Laubengänge gehen 123 Wohnungen mit Mieten von 5,50 Euro bis maximal 8,45 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter verloren. Selbst die 51 neuen Sozialwohnungen werden mit 7,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter teurer sein als die meisten frei finanzierten Altbauwohnungen. Die nicht geförderten Neubauwohnungen werden mindestens 11 Euro Kaltmiete kosten. Hinzu kommt für jede Wohnung ein verpflichtender Tiefgaragenplatz für 55 Euro im Monat.

20 Wohnungen stehen in den Laubengängen der Dessauer Straße trotz Wohnungsnot schon lange leer. Ein Teil der Wohnungen wurde für ein Jahr mit geflüchteten Menschen belegt. SWSG und Stadt Stuttgart haben nun angeordnet, dass die Flüchtlinge aus der Dessauer/Lübecker Straße am 22.8. in Systembauten in der Quellenstraße bei Mahle umziehen müssen. Nur ihre wichtigsten persönlichen Sachen werden umgezogen. Die übrigen gekauften und gespendeten Einrichtungsgegenstände sollen auf den Müll.

Die Unterbringung in den Systembauten in der Quellenstraße bedeutet: nur Gemeinschaftsküchen, -Toiletten und –Duschen, schlechte Infrastrukur, isoliert im Gewerbegebiet. In einer Wohnung in der Dessauer Straße wohnen noch Altmieter, die nun von der SWSG massiv unter Druck gesetzt werden, um für den Abriss auszuziehen.
Heute die Dessauer und Lübecker Straße, morgen die Düsseldorfer Straße und Auf der Steig und übermorgen Dessauer Straße und Am Römerkastell?

Anfang August wurden Bodenproben und Vermessungen um Altbauwohnungen in der Düsseldorfer Straße und Auf der Steig vorgenommen. Daraus schließen wir, dass diese Altbauten die nächsten Abrissopfer sein sollen. Und auch danach wird es weitergehen. Denn ein Drittel aller Wohnungen, die 2007 im Hallschlag vorhanden waren, sollen durch teurere Neubauten ersetzt werden. Eine 93 Quadratmeter große Wohnung in den Neubauten Auf der Steig kostet warm mit Tiefgaragenplatz 1.250 Euro Monatsmiete. Und alle drei Jahre will die SWSG die Mieten um bis zu 10% erhöhen.

Die SWSG wird früher oder später wieder versuchen den Hallschlag als beste Wohnlage einzustufen – mit Konsequenzen für alle hier lebenden Mieter_innen. Der frühere SPD-Baubürgermeister Matthias Hahn hat vor Beginn der Aufwertung des Hallschlags gesagt: ‚Eigentlich ist der Hallschlag ja eine bevorzugte Wohnlage.‘ Wir wollen aber keinen weiteren Killesberg, sondern Stadtteile, in denen Normal- und Geringverdiener, RentnerInnen und sozial Benachteiligte zu bezahlbaren Mieten leben können. Die zu 100% städtische SWSG muss aufhören, sich als Immobilienspekulant und Profithai zu betätigen.

Abriss der Häuser in der Lübecker und Dessauer Straße

Am 22. und 29. August müssen die Menschen, die in den Häusern Lübecker Straße 5 bis 7 und Dessauer Straße 5 bis 9 leben, in die Quellenstraße umziehen. Hier wurde eine neue Unterkunft errichtet. Die Häuser in der Lübecker Straße und der Dessauer Straße werden abgerissen. Der Umzug bedeutet für viele eine extreme Herausforderung, zumal sie in der Quellenstraße nicht in Häusern, sondern Systembauten unterkommen und hier deutlich weniger Platz und Privatsphäre haben. Einige Mitglieder des Freundeskreises hatten sich Anfang des Jahres mit einem Protestbrief an die SWSG gewandt, um den Abriss der Häuser zu verhindern. Wir sind der Überzeugung, dass die Häuser nicht abruchreif sind, sondern dass es sich um preisgünstigen Wohnraum handelt, der dringend erhalten werden muss.

Es ist es extrem schwer für geflüchtete Menschen in Stuttgart eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Als städtisches Wohnungsunternehmen ist es vorrangige Aufgabe der SWSG preisgünstigen Wohnraum zu erhalten, anstatt ihn durch teurere Neubauten zu ersetzen. Nach unseren Informationen liegen die Kaltmieten der wenigen neuen Sozialwohnungen, die hier neu gebaut werden sollen bei 7,21 bis 7,50 Euro und die Kaltmieten der frei finanzierten Wohnungen bei 11 Euro. Damit liegt das Mietniveau weit über dem Niveau der Altbauten und ist für Flüchtlinge und den Großteil der Wohnungssuchenden unbezahlbar.

Wir können auch nicht nachvollziehen, dass die SWSG die Abrisskosten aus den Fördermitteln der „Sozialen Stadt“ finanziert bekommt.

Benefizkonzert: 16.07.2016 – Leonhardskirche Stuttgart

Zum 30. Geburtstag des AK Asyl spielen am Freitag, 16. Juli 2016, ab 19 Uhr in der Leonhardskirche Stuttgart:

D’ANÉ: Klarinette & Akkordeon
Peter Gorges: Conférence
Frank Kroll & Patrick Bebelaar: Saxophon & Piano

Unterstützt wird das alles von Sebastian Pufpaff mit: Es gibt keine Ausländer, nur Arschlöcher und Nicht-Arschlöcher.

Dazu wird eine Kunstausstellung mit Werken Stuttgarter Künstler_innen gezeigt. Erlöse aus dem Bilderverkauf kommen zu fast 100% ausgewählten Organisationen zugute, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind. Bis dato haben folgende Künstlerinnen und Künstler sowie weitere Kunstschaffende Bildwerke gespendet:

Ingeborg Alscher/Marianne Eberl/Hanne Eckstein/Claudia Fahrenberger/Lisa Fritsch/Daniela Rainer-Harbach/Heidi Haussmann/Carmen Hildebrand/Jörg Huber/Rainer Hofmann/MarquardtHarald/Günter Kreuzer/Gerhard Mezger/Georges Manalaos Nassos/Agnes Roller/Waldemar Schenk/Rüdiger Schestag/Geza Spiegel/Birgit Thines/Helga Wera Thomann/Brigitte Zizman/Hans Joachim Will

Fotos der gespendeten Werke können Sie unter www.fluechtlingshilfestuttgart.wordpress.com einsehen und kaufen.

Der Eintritt ist frei; Spenden gehen an die Flüchtlingsarbeit des AK Asyl Stuttgart.

Diktatur in Gambia – schiebt Flüchtlinge aus diesem Land nicht ab!

Ehrenamtliche Helfer aus Baden-Württemberg haben festgestellt, dass immer wieder Flüchtlinge aus Gambia abgeschoben werden: zumeist nach Italien, aber auch nach Gambia, eine der schlimmsten Diktaturen Afrikas. Beides ist mit den Menschenrechtskonventionen und der Menschwürde unvereinbar. Ehrenamtliche aus Breisach haben deshalb eine Online-Petition gestartet und rufen dazu auf, sich daran zu beteiligen: https://weact.campact.de/petitions/schutzt-fluchtlinge-aus-gambia-vor-diktatur-und-willkur-schiebt-nicht-ab

Wir laden alle herzlich zum kommenden Café International ein: Dienstag, 14. Juni 2016, ab 19 Uhr in der Dessauer Straße 9d. Planen wollen wir an diesem Termin u.a. ein gemeinsames Fastenbrechen (Iftar), das am Freitag, 24. Juni 2016, zum Sonnenuntergang – also etwa um 20.40 Uhr – im Hallschlag beginnen soll:

Microsoft Word - Vorlage-CaféInternational.docx



Hand in Hand gegen Rassismus

Für die Aufnahme der Flüchtlinge engagieren sich in Deutschland Hunderttausende. Weltweit findet dies Anerkennung. Gleichzeitig brennen Häuser, Rassist*innen bedrohen Menschen auf offener Straße. Flüchtlinge werden attackiert und als Terroristen diffamiert, obwohl sie selbst vor Terror fliehen. Menschen anderer Hautfarbe, Religionen, aber auch Lesben, Schwule, Transgender, hauptamtliche und freiwillige Helferinnen und Helfer, Politikerinnen und Politiker werden in Deutschland beschimpft und angegriffen. Europa schottet sich ab. Der gesellschaftliche Zusammenhalt und die demokratischen Grundwerte werden auf die Probe gestellt. Mit der Aktion Menschenkette treten wir für ein weltoffenes, menschliches und vielfältiges Deutschland und Europa ein. Nur gemeinsam und miteinander werden wir die globalen Herausforderungen meistern.

Lasst uns in ganz Deutschland am 18./19.06.2016 Menschenketten der Solidarität starten! Unabhängig von Glaube, Herkunft, Hautfarbe und sexueller Identität – wir stehen für die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Wahrung der Menschenrechte. Die Genfer Flüchtlingskonvention darf nicht in frage gestellt oder durch nationale Asylrechtsverschärfungen untergraben werden.

AKTIV UND SICHTBAR FÜR EINE DEMOKRATISCHE UND FRIEDLICHE GESELLSCHAFT

Wir wissen, dass vor allem die Fluchtursachen bekämpft werden müssen. Gleichzeitig dürfen wir jedoch die Augen vor der Not der Menschen, die vor Verfolgung, Terror, Krieg und Armut fliehen, nicht verschließen. Wir akzeptieren nicht, dass Menschen, die Schutz suchen, auf der Flucht nach Europa sterben.

Wir rufen dazu auf,

  • für eine offene Gesellschaft einzustehen – vor Hass und Vorurteilen nicht zurückzuweichen.
  • Rassismus und Hassreden friedlich aber entschieden entgegen zu treten.
  • Flüchtlinge und alle zu schützen, die von rassistischer Hetze und Angriffen bedroht werden.
  • wirksame Schutzkonzepte für Frauen, Kinder, Schwule, Lesben und Transsexuelle zu entwickeln und umzusetzen.
  • Fluchtursachen zu bekämpfen.
  • Waffenexporte in Krisengebiete zu stoppen.
  • Haupt- und ehrenamtliche Helfer_innen in ihrer wertvollen Arbeit besser zu unterstützen.
  • für Teilhabe und Integration zu sorgen. Alle Menschen haben das Recht auf ein menschenwürdiges Leben, auf bezahlbaren Wohnraum und auf Zugang zu Bildung und Arbeit.

Amnesty International, Pro Asyl, Diakonie, Misereor, Zentralrat der Muslime u.a. Weitere Infos unter: www.hand-in-hand-gegen-rassismus.de

كيف يمكنني مساعدة طفلي المصاب بصدمة؟

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat Ratgeber für Flüchtlingshelfer und Eltern von traumatisierten Kindern auf Arabisch, Englisch und Deutsch herausgegeben. Der Ratgeber richtet sich an alle, die wissen möchten, wie sie ihrem Kind helfen können, wenn es Schreckliches erlebt hat und enthält Informationen darüber, wie sich traumatisierte Kinder je nach Alter verhalten. Der Ratgeber zeigt an vielen konkreten Situationen auf, wie Eltern reagieren können, um ihre Kinder unterstützen und begleiten zu können.

Der Ratgeber für Eltern auf Arabisch:
http://www.bptk.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/BPtK_Infomaterial/Ratgeber_Fl%C3%BCchtlingseltern/20160408_BPtK_RatgeberFluechtlingseltern_arabisch.pdf

Der Ratgeber für Eltern auf Deutsch:
http://www.bptk.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/BPtK_Infomaterial/Ratgeber_Fl%C3%BCchtlingseltern/20160408_BPtK_RatgeberFluechtlingseltern_deutsch.pdf

Der Ratgeber für Eltern auf Englisch:
http://www.bptk.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/BPtK_Infomaterial/Ratgeber_Fl%C3%BCchtlingseltern/20160408_BPtK_RatgeberFluechtlingseltern_englisch.pdf

Die Ratgeber können auch direkt auf der Homepage der BPtK heruntergeladen sowie bei der BPtK in gedruckter Form bestellt werden: http://www.bptk.de/publikationen/aktuelle-publikationen.html

Refugee-Kurs an der Universität Tübingen

Noch bis zum 15. Juni ist es möglich sich für den Refugee-Kurs der Universität Tübingen zu bewerben: Die Universität Tübingen bietet ab dem Wintersemester 2016/17 einen Kurs, in dem sich Menschen mit Fluchthintergrund auf ein Studium in Deutschland vorbereiten können. Der neunmonatige Kurs besteht aus drei Bausteinen: Aufbau der Deutsch-Sprachkenntnisse von B1 auf C1, Kurse zur kulturellen Integration sowie Fachvorbereitungs- sowie Fachsprachenkurse.

Das erste Semester, das sogenannte Orientierungssemester, beinhaltet einen Intensivdeutschkurs (20h/Woche) und ein Orientierungskursprogramm: Hier werden kulturelle Werte in Deutschland vermittelt und diskutiert; auf dem Lehrplan stehen deutsche Geschichte und Politik sowie ein interkulturelles Training. Außerdem werden Möglichkeiten zur gesellschaftlichen und politischen Teilhabe aufgezeigt.

Im zweiten Semester bereitet der Deutschkurs zugleich auf die DSH-Prüfung (Deutsche Prüfung für den Hochschulzugang) vor. Außerdem stellen Dozent_innen einzelne Studienfächer vor.

Während des gesamten Refugee-Kurses begleiten deutsche Patinnen und Paten die Teilnehmer_innen. Geplant sind gemeinsame Aktivitäten sowie Ausflüge und kulturelle Aktivitäten wie Kochabende in der Gruppe.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Studieninteressierte sollten eine Hochschulzugangsberechtigung sowie ein B1-Zertifikat in der Fremdsprache Deutsch besitzen. Vor einer Bewerbung muss der Aufenthaltsstatus geprüft werden und ob der Aufenthalt am Studienstandort Tübingen erlaubt ist ‒ im Zweifel bitte die zuständige Behörde kontaktieren. Des Weiteren soll zur Bewerbung ein einseitiges Motivationsschreiben in englischer oder deutscher Sprache eingereicht werden, aus dem der persönliche Hintergrund, die Motivation für den Kurs und das eigentliche Studienvorhaben hervorgeht. Der Refugee-Kurs ist für die Teilnehmer/innen kostenlos, es gibt zunächst 20 Plätze.

Wie kann ich mich bewerben?

Bitte schicken Sie den Bewerbungsbogen ausgefüllt mit allen geforderten Dokumenten bis zum 15. Juni 2016 unter dem Stichwort „Refugee-Kurs“ per Mail an refugee-kurs[at]uni-tuebingen.de oder per Post:

Universität Tübingen
Stabsstelle Flüchtlingskoordination
Refugee-Kurs
Geschwister-Scholl-Platz
72074 Tübingen

Bei inhaltlichen Fragen zum studienvorbereitenden Refugee-Kurs schicken Sie bitte eine Mail an Dr. Christine Rubas, Stabsstelle Flüchtlingskoordination, Tel.: 07071-2972687.

Willkommen bei Freunden – App

Wer nach Möglichkeiten sucht, sich vor Ort zu engagieren, kann sich ab sofort unter www.willkommen-bei-freunden.de/helfen/ registrieren. Die Willkommen bei Freunden – App soll kommunale Behörden sowie Projekte in der Flüchtlingshilfe und interessierte Unterstützer_innen zusammenbringen. Über eine Suchmaske können freiwillige Helfer_innen gezielt nach Möglichkeiten suchen sich zu engagieren. Die App zeigt an, wo welche Art der Unterstützung gebraucht wird. Mit einem Klick auf jetzt helfen treten Helfer_innen und Hilfesuchende in Kontakt. Sollte nichts Passendes dabei sein, werden die Helfer_innen automatisch über neue Gesuche informiert. Ab Ende Mai sind die ersten Angebote abrufbar. Die App wird von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung angeboten.

Jim Avignon & Friends

Was in Berlin geht, muss auch in Stuttgart gehen, dachte sich Patrick Staehle, der bei seinem Besuch im Atelier des Berliner Künstlers Jim Avignon über dessen Malbuch für Kinder stolperte. Und tatsächlich: Die zweite Auflage für Stuttgart wird gerade produziert und vorfinanziert. 1200 Malbücher wurden im April im Stadtgebiet kostenlos an Flüchtlingskinder verteilt. Um diese und auch weitere Auflagen zu finanzieren stehen weitere 200 Hefte zum Stückpreis von 12 Euro zum Verkauf bereit.

Die Idee zu einem Malbuch für Kinder kam Jim Avignon als er im Januar 2016 mit zwei Künstlerkollegen in einem Flüchtlingsheim zusammen mit Kindern malte. Zehn Tage nach einer kleinen Rundmail hatten über 30 befreundete Maler und Illustratoren ihre schönsten Motive geschickt. 1200 Exemplare dieser Bücher gingen direkt an Kreuzberg hilft. Die Initiative verteilte die Hefte zusammen mit Filzstiften an 60 Flüchtlingsheime im Großraum Berlin. Weitere 200 Hefte konnten zu einem Stückpreis von 12 Euro gekauft werden, um eine weitere Auflage zu finanzieren, die nach zwei Tagen ausverkauft war.

In Stuttgart gibt es die Malbücher an folgenden Verkaufsstellen:

Wetterleuchten, Sommermarkt der unabhängigen Verlage, 23.07.2016, 11-23 Uhr, Literaturhaus Stuttgart oder Mail mit Adresse an:
ausmalbuch@gaertnerei-staehle.de

Kostenloser Sport in der Rostocker Straße

Der TB Cannstatt lädt unter dem Motto Together alle zum Sport im Park ein:

Frauen Sportgruppe / Frauenpower

Gymnastik, Fitness und Spiele
mittwochs um 11.30 Uhr
Aktivspielplatz Dracheninsel
Rostocker Str. 8

Männer Sportgruppe / men power

donnerstags um 16.15 Uhr
Bolzplatz
Rostocker Str. 9
Wasserflasche mitbringen
(ab 16 Jahren)

Zertifiaktsstudium Deutsch als Fremdsprache

Ab Juli 2016 können Sie sich für das Zertifikatsstudium Deutsch als Fremdsprache an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg anmelden. Das Zertifikat wird vom Ministerium für Wissenschaft Baden-Württemberg gefördert und wird gebührenfrei angeboten.

Das Angebot richtet sich sowohl an Studierende, die die Zusatzqualifikation parallel erwerben können, als auch an Interessierte, die bereits einen Hochschulabschluss (unabhängig vom Fach) haben und sich zu Dozentinnen und Dozenten für diesen Bereich weiterqualifizieren möchten. Die Studieninhalte richten sich nach den Vorgaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Zu erwerbende Kompetenzen beziehen sich u.a. auf sprachwissenschaftliche Grundlagen, Unterrichtsplanung, Lernbereiche, Wortschatzarbeit, Leistungsbewertung usw.

Die Zusatzqualifikation Deutsch als Zweitsprache wird gemäß den Richtlinien des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge in neun Kursen über 15 Wochen ausgebracht. Es ist möglich, diese in einem Semester zu belegen, die Weiterbildung kann aber auch auf mehrere Semester verteilt werden. Die Teilnehmer/innen qualifizieren sich damit für eine außerschulische Tätigkeit in Integrationskursen, z.B. an Volkshochschulen.

Heimat X – Artist Call

The Theaterhaus Stuttgart is looking for artists who fled to Germany. Interested musicians, actors, directors, writers, dancers and other professional artists who live in exile in Baden Württemberg are asked to take part in a series of events called Heimat X.

Artistic talents or artists at the beginning of their careers are invited to apply to take part in the project. The participants will work with artists who grew up in Germany. The project Heimat X will start in April 2016 in Stuttgart. Those taking part in the project will be paid an honorarium; they also get the opportunity to improve language, acting and musical skills.

Please contact:

Thomas Richardt: dramatik@gmx.de, tel. +49 173 6250718 (German and English)
Monika Maikhail: tel. +49 15770393823 (German and Arabic)

Higher Education in Stuttgart: Information Event for Refugees

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Informationsveranstaltung für studieninteressierte Flüchtlinge an der Universität Stuttgart: Am Montag, 18. April 2016, werden Vertreter_innen des bw-i/MWK, der Universitäten Stuttgart und Hohenheim, der Hochschule für Technik, des MINT-Kollegs, des Studierendenwerks sowie der Stadt Stuttgart von 14 bis 17 Uhr anwesend sein und zu Themen wie Hochschultypen, Voraussetzungen für eine Einschreibung und Angebote für Flüchtlinge an den Stuttgarter Hochschulen informieren. Die Veranstaltung findet in der Breitscheidstraße 2a, Hörsaal M2.02 auf Englisch statt und ist für alle Interessierten offen.

Café International

Wir planen die Gründung eines Café International im Hallschlag. Es geht um einen Ort, an dem für alle, die neu im Hallschlag ankommen, und für die, die schon länger hier leben, die Möglichkeit besteht, sich zu informieren, sich zu treffen, sich kennen zu lernen und auszutauschen sowie Patenschaften und Freundschaften zu schließen. Alle sind herzliche eingeladen dabei zu sein:

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News for Refugees

Die ARD bietet Informationen für Refugees auf Englisch und Arabisch an:

Und auch für alle anderen gibt es interessante Informationskanäle: So weist die Hoaxmap auf Falschmeldungen über geflüchtete Menschen hin, während der Rat für Migration, ein bundesweiter Zusammenschluss von mehr als hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, differenziert und weitsichtig über die Gestaltung von Migration und Integration aufklärt.